Finanzsteuerung in der Erzdiözese Freiburg

09.04.2026 | Podcast mit Diözesanökonom Alexander Hanke

Kirchliche Finanzen wirken von außen oft wie eine ‚Blackbox‘ – umso beeindruckender ist es, einmal einen tieferen Einblick in die Finanzsteuerung einer Diözese zu erhalten. Finanzexperte Dr. Christoph von Blomberg hat mit dem Diözesanökonom der Erzdiözese Freiburg, Alexander Hanke gesprochen.

"Effektivität im Finanzbereich heißt, flexibel auf aktuelle Anlässe zu reagieren."
Alexander Hanke, Diözesanökonom
 
Die Erzdiözese Freiburg ist eine Organisation, die sich nicht an klassischer Rendite, sondern an einem umfassenden Versorgungsauftrag orientiert. Der Podcast zeigt eindrucksvoll, wie professionelle Steuerung auch jenseits von Profitmaximierung funktioniert.
Dabei agiert der Diözesanökonom als strategischer Finanzchef mit klarem Steuerungsauftrag, während die Diözesanstrategie die Leitplanken für operative und strategische Maßnahmen definiert und die Mittelallokation konsequent der Strategie folgt.
Der Podcast geht unter anderem auf Planung und Controlling ein, erläutert die Cash Pool Steuerung für die Gemeinden mit entsprechender Verzinsung sowie im Asset Management die Verwaltung von Darlehens- und Pensionsfonds durch spezialisierte, eigene Rechtsträger.
Und während die Privatwirtschaft auf Profitabilität achtet, steuert die Kirche auf die „schwarze Null“ und den Erhalt des kirchlichen Lebens zu. Da die Einnahmeseite kaum aktiv beeinflussbar ist, liegt der Fokus auf einer effizienten Mittelallokation der Ausgabenseite.
Einzigartig ist das Operieren in zwei Rechtskreisen: Dem kirchenrechtlichen Rechtskreis der Weltkirche und dem staatsrechtlichen Rechtskreis mit seinen entsprechenden Gremien. Entscheidungsprozesse sind hierweniger top-down, sondern tief in Gremien verwurzelt – ein hochprofessionelles Treuhänder-Modell mit konsequenten Checks and Balances.
Hier gibt es den Podcast zum Anhören